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30.01.2006
Prostitutionsgewerbe: Wie bereitet sich die Stadt auf die WM vor?
Anfrage
Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in München wird neben den sportlichen Ereignissen eine Reihe von Begleiterscheinungen haben, auf die sich die Stadt ebenso vorbereiten muss. So wird es mit Sicherheit zu einer verstärkten Nachfrage von Dienstleistungen im Prostitutionsgewerbe kommen, ebenso wird die Anzahl der Anbieterinnen und Anbieter steigen. Aus sicherheitsrelevanten Gründen und um zu vermeiden, dass Prostituierte und Freier in die Illegalität abgedrängt werden, muss die Stadt sich auf diese Situation einstellen und sie vernünftig regeln.
Daher frage ich das Referat für Arbeit und Wirtschaft und das KVR:
1. Durch die restriktive Sperrbezirksverordnung gibt es innerhalb der Stadt kaum Räume, in denen die Prostitution legal angeboten werden kann. Dennoch werden sowohl die Nachfrage als auch das Angebot massiv ansteigen. Wie will die Stadt dies bewältigen, welche Maßnahmen sind geplant, dem Anstieg von Nachfrage und Angebot zu begegnen?
2. Wie will die Stadt auf mögliche Verteilungskämpfe infolge des knappen räumlichen Angebotes innerhalb der Prostitutionsszene reagieren?
3. Welche Maßnahmen hält die Stadt für notwendig bzw. sind geplant, damit die Prostituierten während der WM in München sicher und angemessen arbeiten können?
4. Welche Sicherheitsprobleme werden seitens der Stadt darüber hinaus gesehen und wie will sie darauf reagieren?
Bündnis 90/Die Grünen/rosa liste
Lydia Dietrich
Stadträtin
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