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24. Mai 2005
Antrag
1. Dem Stadtrat wird dargestellt, auf welche Weise der Beschluss zur Errichtung des Denkmals für Graf Montgelas auf dem Promenadeplatz zustande gekommen ist.
2. Weiterhin wird dargestellt, welche städtischen Stellen mit den Vorbereitungen, der Auswahl des Denkmals und der Auswahl des Ortes befasst waren. Insbesondere wird dargestellt, ob die Stadtgestaltungskommission, die Kommissionen für Kunst im öffentlichen Raum, die Gedenkstättenkommission oder irgendeine andere städtische Einrichtung für die Frage der Kunst/der Erinnerung im öffentlichen Raum befasst war.
3. Weiterhin wird dargelegt, wie der normale Vorgang zum Aufstellen eines Denkmales ist und wo die Einflussmöglichkeiten der Stadt liegen. Besonders ist der Frage nachzugehen, ob jeder ein Denkmal aufstellen kann, wenn er die Finanzierung beibringt.
Begründung:
Wer den Promenadeplatz vom Marienhof kommend betritt, wird seit einigen Wochen von einem Montgelas-Denkmal begrüßt. Das Denkmal mag ja gar nicht so schlecht sein, würde aber von den Proportionen her wohl besser vor die Neue Messe in Riem oder auf den Flughafen München II passen. Es sprengt das bisher äußerst ausgewogene Ensemble des Promenadeplatzes und passt vom Material auf diesen Platz wie die Faust aufs Auge.
Der Weg der Aufstellung dieses Denkmals liegt im Dunkeln. Welche städtischen Stellen wurden mit der Denkmalaufstellung befasst? Wann wurde der Stadtrat und die einschlägigen Kommissionen informiert?
Es sollte auch daran erinnert werden, dass sich die Besitzer des Montgelas-Palais jahrelang erfolgreich dagegen gewehrt haben, dass am Palais am Ort der Ermordung des ersten Bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner eine angemessene Erinnerungstafel angebracht werden konnte. Am fast gleichen Ort eine sechs Meter hohe Aluminiumskulptur aufzustellen war aber anscheinend kein Problem.
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen rosa Liste
Initiative: Siegfried Benker
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